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28.Feb.2014 - Alles klar…, aber keiner weiß Bescheid

„Alles klar…, aber keiner weiß Bescheid“ oder anders gesagt „man kann nicht NICHT kommunizieren!!!“

Das Kommunikation als Mittel zur Verständigung dient ist vielen von uns klar, denn schließlich kommuniziert jeder von uns täglich und überall. Doch ist uns auch immer bewusst in welcher Form das geschieht bzw. ist uns bewusst wie und mit welchen Mitteln wir kommunizieren? Denn Kommunikation beschränkt sich nicht allein nur auf die Sprache!

 

Der Kreisfeuerwehrverband „Saale-Schwarza“ e.V. und der Thüringer Feuerwehrverband e.V. hat, im Rahmen des Projektes „Einmischen, Mitmachen, Verantwortung übernehmen – demokratiestarke Feuerwehren in Thüringen“, am Freitag, den 28.02.2014, Angehörige der Feuerwehren und der Feuerwehrvereine zu einem Workshop zum Thema „Kommunikation als Mittel zur Verständigung“ in die FFW Saalfeld eingeladen.


Was die Teilnehmer an diesen Abend genau erwarten würde, war bis kurz vor Beginn der Veranstaltung noch nicht jedem ganz klar. Klar war nur, dass jeder von uns mit anderen Beweggründen an dieser Veranstaltung teilnehmen wird. Das stellte sich jedenfalls schnell heraus, als es nach der kurzen Vorstellungsrunde, um die Erwartungshaltung eines jeden Einzelnen ging. Während der Eine „nur“ bereits erworbenes Wissen zum Thema vertiefen wollte, ging es bei anderen um schwerwiegendere Probleme wie z.B. die Zusammenarbeit zwischen freiwilliger Feuerwehr und dem Feuerwehrverein oder die Kommunikation bei Großschadereignissen.


Damit hatten wir gleich zu Beginn den Anspruch an diese Veranstaltung für das Moderatorenteam um Gabi Müller, Beate Breuer und Matthias Daumann doch schon recht hoch angebunden.

 

Nach dieser kurzen „Schnupperrunde“ waren wir auch schon alle „mitten drin, statt nur dabei“ im Thema des heutigen Abends. Und wer sich jetzt noch fragt, was ein Kinderspiel mit dem Namen „Stille Post“ und die Verteilung von roten, gelben und grünen Gummibärchen wohl mit Kommunikation zu tun hat, wird sehr schnell begreifen: wahrscheinlich mehr als er sich ursprünglich vorgestellt hat. Ok, die Verteilung der Gummibärchen galt nur die Gruppe in weitere kleinere Gruppen aufzuteilen. Und die „Stille Post“? Sie steht nicht nur für ein Kinderspiel, sondern wird auch sinnbildlich für die Verfälschung von Nachrichten durch die mehrfache informelle Weitergabe verwendet. Vier von uns wurden nun vor die Tür geschickt. Der ersten Person wurde eine lange Geschichte laut vorgelesen in der nächsten Runde kommt eine weitere Person hinzu, die die Nachricht nicht mit gehört hat, und bekommt sie von ihrem Vorgänger erzählt. Erschreckend für uns alle war: je mehr Personen an der Verbreitung einer Nachricht beteiligt sind, desto weniger Informationen kommen am Ende bei dem Empfänger an! Am Ende blieb von unserer langen Geschichte lediglich ein Satz übrig.

 

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung analysierte man, an was es wohl lag? Mimik, Gestik, Fachwissen, Konzentration und vor allem wie hören wir zu? Hier spielt das Vier-Seiten-Modell oder auch Vier-Ohren-Modell von Friedemann Schulz von Thun eine entscheidende Rolle. Wer dachte man hört nur mit zwei Ohren hat sich getäuscht. Es sind genau vier Ohren! Wie jetzt? Eine Nachricht wird unter vier Aspekten oder Ebenen beschrieben: Sachinhalte, Selbstoffenbarung, Beziehung und Appell. Diese Ebenen werden auch als „vier Seiten einer Nachricht“ bezeichnet und jeder von uns nimmt Nachrichten unterschiedlich wahr. Kein Wunder also das manche Informationen anders aufgefasst werden als es eigentlich der Fall sein sollte.

 

Die Zeit verging leider wie im Flug und die Veranstaltung neigte sich nach mehr als drei Stunden dem Ende. Aber alle waren sich einig, dass dies nicht nur eine sehr interessante und gelungene Veranstaltung war, sondern das sie auch zum nachdenken angeregt hat. Jeder von uns konnte wichtige Informationen mit nach Hause nehmen.

 

Wie immer konnten auch an diesem Abend nicht alle Probleme geklärt werden, aber die Vertreter des Thüringer Feuerwehrverbandes haben im Anschluss an die Veranstaltung noch Gesprächsrunden zu speziellen bzw. individuellen Problemen angeboten. Ein gutes und auch beruhigendes Gefühl nicht alleine mit seinem Problem zu sein.

Einziges Manko der Veranstaltung war die doch recht geringe Beteiligung. Wer nicht dabei war, dem kann man nur sagen: ihr habt etwas verpasst.


Jetzt hoffen wir natürlich dass es eine Fortsetzung dieser Veranstaltung geben wird, denn dann sind wir wieder mit Spannung, Spiel und Spaß dabei, der kam an diesem Abend keineswegs zu kurz.

 

„Alles klar…, aber keiner weiß Bescheid“? Nicht Ganz. Wir haben an diesem Abend gelernt, das Kommunikation weitaus mehr ist als nur miteinander zu reden und vielleicht sollten wir alle mehr miteinander als übereinander reden, um so Problemen bereits im Keim zu erkennen und zu begegnen.

 

Ivonne Fuckerieder
Gabriele Haun

 

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